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27.07.2015
09:27
Alter:
2 yrs
Conny Ziegler: Frauenpower in Roth
Am Sonntag den 12.7.2015 startete ich bei meiner ersten Langdistanz bei der legendären Challenge Roth als „Agegrouper“ in der W50.

Nach 6 Monaten der Vorbereitung auf diesen Jahreshöhepunkt hin mit vielen Hochs, aber auch Tiefpunkten (bis hin zur Erkältung 3 Wochen vor dem Starttermin) wartete ich gespannt auf den Start! Die Spannung stieg erheblich durch die aufgrund der vorhergenenden extrem hohen Temperaturen kursierenden Gerüchte, dass es vielleicht erstmals einen Schwimmstart ohne Neo geben könne - die mir als „Nichtschwimmerin“ (Einstieg ins Kraulschwimmen Anfang 2014) kleine Nervositäten bereitete.

Nachdem am Samstag Nick seinen Wettkampf sehr erfolgreich absolvierte (AK1 bei der Challenge Family in Roth) ging es dann erst mal zum einchecken, die letzen Vorbereitungen treffen, „carboloading“ am Abend und eine kurze Nacht einläuten. Dem Frühstück um vier folgten die letzten Vorbereitungen und dann auf zu Start.

Um 6.45 Uhr fiel dann der Start(Kanonen)schuss, begleitet von stimmungsvoller Musik und einer Flut von Zuschauern, die (wie den gesamten Tag) nicht nur die Profis feierten, sondern jeden Athleten am Start, eine eindrucksvolle Atmosphäre, unterstrichen durch einen phänomenalen Sonnenaufgang! Beim Schwimmen lief dann alles sehr gut, nur leider zog sich das Feld so auseinander, dass ich nicht in den Genuss des Wasserschattens kam.

Nach 1:15:28 kam ich relativ entspannt aus dem Wasser und konnte nach all den vorherigen Desastern in Wettkämpfen dieses Mal einen schnellen Wechsel hinlegen, inklusive Sonnencreme-Service! Kein Problem dann auch auf dem Rad, als gleich das Startnummernband aufging…

Auf dem Rad war der Begin erste Runde recht zügig, der früh einsetzende und immer stärker werdende Wind verlangsamte dann doch die Geschwindigkeit immer mehr, letztlich auch die Kopfarbeit, konnte aber dann immer noch mit einem Split von 5:57h in die zweite Wechselzone einrollen. Eine tolle, abwechslungsreiche Radstrecke, sowohl landschaftlich als auch hinsichtlich der Unterhaltung an diversen Streckenabschnitten, nicht zuletzt dem legendären Solarer Berg, aber auch Greding, die Biermeile in Eckersmühle und vielen besonderen Zuschauern in den ganzen kleinen Dörfern die ich dann zweimal passieren durfte.

Nachdem ich mir 5 Stunden ein Dixi wünschte (hatte aufgrund der steigenden Temperaturen recht viel getrunken), verlief der zweite Wechsel etwas langsamer…

Die nächste Disziplin, auf die ich mich schon freute, war dann nicht von Anbeginn rund. Ich musste mich erst mal eine Weile  "einlaufen" bis die Beine und schmerzende Füße sich ans Laufen gewöhnt hatten. Mit starkem Gegenwind auf dem ersten Abschnitt am Kanal, bis hin zur Schleuse war hier erst mal wieder Kopfarbeit angesagt; es gelang mir jedoch gut, dem ersten fliegenden Sonnenschirm am Getränkestand bei Km12 geschickt auszuweichen! Während des gesamten Laufens ging es peu a peu besser, nach km 20 wartete ich vergeblich auf den Einbruch, vergeblich auf Krämpfe, vergeblich auf Magenprobleme… die Beine fühlten sich immer besser und geschmeidiger an, ich hatte irgendwann meinen persönlichen Rhythmus gefunden!

So ging es dann guter Dinge auf die letzten Kilometer durch Roth, flankiert durch Massen anfeuernden Zuschauern, stehend wie sitzend in engen Gassen um den künftigen Langsdistanzlern ihre Ehre zu zollen. 
Letztlich folgte ein unglaublich schöner Zieleinlauf  in die Challenge Roth Arena,  der von einigen bekannten Gesichtern und etlichen motivierenden Zurufen begleitet wurde und seinen Abschluss darin fand, dass mein Sohn Nick über die Balustrade sprang und mich auf dem letzen Stück begleitete – kein Problem bei der Challenge - er durfte mir sogar die Medaille umhängen!

Auch abends war die Stimmung super und  es war wirklich toll zu sehen bei der Finisherparty  auch noch die letzen Athleten das Ziel erreichten, aber auch die Show mit dem abschließenden Feuerwerk war ein Stimmungswerk!
Stolz und glücklich durfte ich am Montag dann auch noch mit einer Zeit von 11:11:59h und 3. in meiner AK bei der Deutschen Meisterschaft auf der top organisierten und  stimmungsvollen Siegerehrung auf‘s „Treppchen“.

Conny