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06.07.2015
10:26
Alter:
2 yrs
Fast & Furious Frodo
Jan Frodeno (LAZ Saarbrücken) hat sich erstmals die Ironman-Krone von Frankfurt aufgesetzt. Das Duell mit Sebastian Kienle entscheidet er klar für sich – mit einer Weltklasse-Zeit.

Frodo setzte sich am Sonntag bei tropischer Hitze mit Temperaturen um 40 Grad Celsius im Duell mit Favorit und Titelverteidiger Sebastian Kienle durch und darf sich ab sofort Europameister nennen. Nach 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und dem abschließenden Marathon überquerte Frodo in Streckenrekordzeit von 7:49:48 Stunden als Erster die Ziellinie am Frankfurter Römerberg und ließ damit die Konkurrenz weit hinter sich. „Ich bin total am Ende, aber es ist einfach geil“, sagte er kurz nach seinem Sieg. „Außer Olympia gibt es keine größere Bühne als diese hier.“
 
Der geschlagene Titelverteidiger Kienle kam als Zweiter fast zwölf Minuten nach dem neuen Europameister ins Ziel auf dem Römerberg. Sein Trainingspartner Andreas Böcherer machte als Dritter den deutschen Dreifach-Erfolg perfekt. Für Frodeno war es der erste Sieg im dritten Ironman-Rennen seiner Karriere. Im Vorjahr war er bei seinem Debüt in der Main-Metropole Dritter geworden. „Das war schon ein richtiges Brett, was Frodo hier heute geleistet hat“, sagte Kienle.

Bereits beim Schwimmen im Langener Waldsee hatte sich Frodeno einen Vorsprung auf die Konkurrenten erkämpft. Der letztjährige Dritte stieg nach 46:02 Minuten aus den Fluten und setzte sich als Erster auf das bereitstehende Rennrad. Sein ärgster Verfolger Kienle hatte mit der ersten Disziplin deutlich mehr Probleme und ging mit einem Rückstand von rund vier Minuten auf die Radstrecke.

Beim abschließenden Marathon war Frodeno der Sieg dann nicht mehr zu nehmen. In der prallen Mittagssonne zeigte er nicht einen Moment der Schwäche und rannte beinahe unbehelligt in Richtung seines großen Triumphs auf dem Römerberg. Die 42,195 Kilometer lange Laufstrecke brachte Frodeno in 2:52:03 Stunden hinter sich – und ließ sich von den begeisterten Fans auf dem Römerberg feiern.

Auf dieser setzte Frodeno noch einmal einen drauf – und sich immer weiter von den Verfolgern ab. Für die 180 Kilometer zwischen Langen, Frankfurt und Friedberg benötigte der Olympiasieger von 2008 gerade einmal 4:08:44 Stunden und setzte damit eine neue Bestzeit für den Frankfurter Ironman. Kienle konnte auf zwei Rädern einige Plätze gutmachen und ging als Zweiter über den Zielstrich, die Zeitdifferenz von 5:56 Minuten auf den Führenden war allerdings noch einmal größer geworden.